Das Schützenfest in Linswege hatte den Freitag in einen langen Abend verwandelt. Für viele unserer Kameraden war der Schlaf noch kurz, als der Alarm sie aus dem Bett riss. Doch genau das ist Feuerwehr – nicht wann es passt, sondern wann es nötig ist. Und ohne zu zögern, machten sich unsere Männer und Frauen auf den Weg.
Daher ein besonderer Dank an die Kameraden, die auf Festen nüchtern bleiben, zurücktreten, im Wissen, dass sie gebraucht werden können.
Der Einsatzort, die Alpenrosenstraße, ist kein einfaches Pflaster. Große Bäume säumen die Strecke, auf Teilen davon gilt Tempo 100 – eine Kombination, die bei einem Unfall schnell zur Falle werden kann. Bereits auf der Anfahrt liefen die Gedanken der Kameraden voraus: Was erwartet uns? Wie viele Personen sind betroffen?
Am Unfallort hatte der Rettungsdienst bereits Stellung bezogen. Unsere Einheit handelte sofort und besonnen – der Eigenschutz stand an erster Stelle. Die Straße wurde gesichert, nicht durch Fahrzeuge, die weitere Rettungskräfte aufgehalten hätten, sondern durch Personal, das mit Körper und Präsenz für Sicherheit sorgte. Ein kleines Detail, das in einer solchen Lage alles bedeuten kann.
Dann die Erleichterung: Keine eingeklemmte Person. Der Meldungsname hatte schlimmeres befürchten lassen. Was bleibt, ist eine Stille, die sich anfühlt wie ein tief durchgeatmeter Atemzug nach langer Anspannung. Unsere Einheit sowie die Einheit Garnholt und Westerstede arbeiteten umgehend dem Rettungsdienst zu: Die Fahrzeugbatterie wurde abgeklemmt, erste Aufräumarbeiten begannen – ruhig, strukturiert, professionell.
Ein Einsatz, der für viele nach wenigen Stunden Schlaf kam. Ein Einsatz, der zeigt, wer wir sind: Menschen, die dann da sind, wenn andere Hilfe brauchen.
Danke an alle Einheiten, danke an alle Kameraden.
| Meldung | H2 – VU Klemm |
| Datum | 30.05.2026 |
| Alarmierung | 06:05 Uhr |
| Einsatzende | 07:00 Uhr |
| Mannstärke | 1/12 |
| AGT-Einsatz | Nein |
| Tätigkeit | Hilfeleistung |
| Anfahrtsweg | 2,8 Km ~ 9min. |


